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Stumpfes Katzenfell - was dagegen tun?

Das Fell deiner Katze ist nicht weich und glänzend, sondern eher struppig und matt? Stumpfes und abstehendes Fell bei der Katze sieht nicht nur unschön aus, sondern kann sogar krankheitsbedingt sein. Wie kann man stumpfes Fell behandeln und was hilft, wenn die Katze fettiges Fell hat?

Stumpfes Katzenfell - was dagegen tun?

Das Fell deiner Katze ist nicht weich und glänzend, sondern eher struppig und matt? Stumpfes und abstehendes Fell bei der Katze sieht nicht nur unschön aus, sondern kann sogar krankheitsbedingt sein. Wie kann man stumpfes Fell behandeln und was hilft, wenn die Katze fettiges Fell hat?

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Stumpfes, struppiges Fell kann bei Katzen ein Zeichen für Unwohlsein und Krankheit sein. Wie du es erkennst, worauf es hindeuten kann und wie du damit umgehen solltest, kannst du in diesem Artikel erfahren.

Katze mit schönem Fell

Das Fell deiner Katze sieht nicht so schön weich und glänzend aus, wie bei dieser Schönheit hier? Dann solltest du unbedingt weiter lesen!

Anzeichen für stumpfes Fell bei der Katze

Im Normalfall haben Katzen seidig-weiches Fell, das so zart ist, dass du es kaum unter deinen Fingern spürst, wenn die Katze an dir entlang streift. Insbesondere Rassekatzen können unterschiedliche Fellstrukturen haben: Lang, kurz, seidig oder eher flauschig; eins haben sie jedoch immer gemein: Das Fell glänzt, ist sauber, riecht nicht und fühlt sich glatt und angenehm an.

Stumpfes Fell hingegen sieht anders aus. Das Fell steht am Rücken ab, ist struppig, glanzlos und schuppig. Oft fühlt es sich klebrig oder talgig an, riecht ein wenig unangenehm oder ist fettig. Manchmal kratzt die Katze sich häufiger oder hat kahle Stellen an verschiedenen Körperbereichen, zum Beispiel am Rücken, am Schwanzansatz oder zwischen den Flanken.

Katze mit struppigem, abstehendem Fell

Sieht das Fell der Katze struppig und fettig aus, sollte unbedingt nach der Ursache geforscht werden.

Ursachen für stumpfes Katzenfell

Katzenfell kann aus unterschiedlichen Gründen stumpf werden und seine Schönheit verlieren. Das sind die wichtigsten Gründe:

Mangelnde Fellpflege

Katzen sind sehr reinliche Tiere, die ausgesprochen auf ihre Körperpflege bedacht sind. Manchmal werden sie jedoch daran gehindert, regelmäßig Körperpflege zu betreiben. Alte, schwache und kranke Katzen sind oft nicht mehr so gelenkig, haben Schmerzen bei bestimmten Bewegungen und erreichen nicht mehr sämtliche Körperstellen, um sie ausreichend zu säubern.

Auch adipöse Katzen haben häufig aufgrund ihrer Körpermasse Probleme, ihren Körper und ihr Fell zu pflegen, da sie weniger beweglich sind und ihr Körperumfang zu groß ist. 

Übergewichtige Katze

Übergewichtige Katzen können sich oft nicht mehr an allen Stellen putzen, weil sie schlichtweg nicht ran kommen.

Parasiten

Bei parasitären Erkrankungen unterscheidet man zwischen ekto- und endoparasitären Erkrankungen. Beide Formen können stumpfes Fell auslösen. Ektoparasiten sind Parasiten, die sich auf die Hautoberfläche setzen oder sich sogar in die Haut eingraben.

Stumpfes Katzenfell durch Erkrankung

Leckt oder kratzt die Katze sich extrem, können Parasiten dahinter stecken.

Zu ihnen zählen zum Beispiel Milben, Flöhe und Zecken. Diese bedingen häufig Juckreiz, weshalb die Katze beginnt, sich zu kratzen oder zu scheuern, worunter das Fell leidet. Endoparasiten sind zum Beispiel Würmer. Sie sitzen meistens im Magen-Darm-Trakt und nehmen der Katze wichtige Nährstoffe. Diese Nährstoffe fehlen dann für ein gesundes, glänzendes Fell.

Bei einer endoparasitären Erkrankung verliert die Katze häufig Gewicht und ist matter. Sowohl bei Ekto- als auch bei Endoparasiten helfen Antiparasitika. Diese erhältst du beim Tierarzt.

Pilze

Besonders bei immungeschwächten Tieren siedeln sich manchmal Pilze in der Haut an, vornehmlich an winzigen Hautverletzungen. Manchmal wachsen sie aber auch im Maul, in der Lunge oder in anderen Organen. Sie führen zu Wucherungen und häufig schmerzhaften Haut- und Fellveränderungen. Pilze müssen mit bestimmten Medikamenten therapiert werden, die es bei, Tierarzt gibt.

Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Wie ein Mensch kann auch eine Katze Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben. Oftmals vertragen Katzen eine bestimmte Proteinquelle nicht. Dies kann sich in Juckreiz, stumpfem Fell, Durchfall und Mattigkeit äußern. Auch Pollen, Staub oder andere Allergene können bei einer Katze Allergien mit verändertem Fell, Haarausfall und allgemeinem Unwohlsein auslösen. Aufschluss über die Art der Allergie kann ein spezieller Test beim Tierarzt und eine Ausschlussdiät geben.

Mangelernährung

Katzen sind, wie alle Lebewesen, empfindliche Organismen, die leicht aus dem Gleichgewicht geraten. Ihr Stoffwechsel und ihre Zellen funktionieren über Regularien, die bei einem Mangel eines bestimmten Nährstoffes schnell aus dem Gleichgewicht geraten.

Katzen, die zu wenig Nahrung erhalten oder zu einseitig ernährt werden, haben oft verschiedene Nährstoffmängel, zum Beispiel an Vitaminen und Spurenelementen. Auch Zahnprobleme können dazu führen, dass die Katze zu wenig Futter aufnimmt.

Dieser Mangel raubt den Katzen zum einen die Kraft, sich ausreichend zu pflegen, zum anderen hat der Körper keine Kapazitäten, Energie an schönes Fell zu verschwenden. Das Fell wird stumpf und struppig. 

Struppiges Katzenfell durch Mangelernährung

Auch ein Nährstoffmangel, der durch einseitige Ernährung entstehen kann, führt zu struppigem Fell.

Stoffwechselerkrankung

Ein funktionierender Stoffwechsel garantiert die ausreichende Energieversorgung jeder Zelle im Körper eines Lebewesens. Der Stoffwechsel selbst wird durch sehr empfindliche Mechanismen gesteuert. Er beruht vor allem auf hormonellen Regulationsmechanismen. Ein besonders wichtiges Stoffwechselorgan ist die Schilddrüse. Ihr Hormon, Thyroxin, ist entscheidend für eine funktionierende Energieverwertung in der Zelle und für das Zellwachstum.

Wenn die Schilddrüse zu wenig oder zu viel Thyroxin produziert, bringt dies den Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Die Katze verändert ihr Gewicht und ihr Aussehen, manchmal sogar ihr Verhalten. Da die Zellen in ihrer Funktionalität eingeschränkt sind, verändert sich auch die Fellstruktur. Häufig leiden die Katzen unter Haarausfall ohne Juckreiz, struppigem, fettigem Fell und schuppiger Haut. Eine Erkrankung der Schilddrüse kann beim Tierarzt festgestellt und mit passender Medikation in den Griff bekommen werden. 

Auch andere Stoffwechselerkrankungen können zu einer Veränderung von Haut und Haar bei der Katze führen. Zu diesen Erkrankungen zählen zum Beispiel Diabetes mellitus Typ I und Typ II oder eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz.

Psychische Erkrankungen

Auch Katzen können psychisch erkranken und stereotype Handlungsweisen entwickeln. Oft führt viel Stress oder eine falsche Haltung dazu, dass Katzen psychische Erkrankungen entwickeln, bei denen sie zum Beispiel anfangen, sich selbst zu verletzen, indem sie sich kratzen oder beißen. Manchmal werden sie aus Unzufriedenheit unrein und urinieren oder koten in die Wohnung.

Psychischer Stress wird oft durch eine einschneidende Veränderung ins Katzenleben ausgelöst, zum Beispiel, wenn ein fremdes Tier neu in die Familie einzieht, wenn sie die Familie wechseln muss oder wenn sich ihr Revier in Form eines Umzugs verändert.

Aber auch Katzen, die als Einzelkatzen ohne Freigang gehalten werden, sind oft verhaltensauffällig. Ihnen fehlt die Interaktion mit anderen Katzen. Hauskatzen sollten daher immer mindestens zu Zweit gehalten werden. Dies kommt auch der Fellpflege zu Gute, da sie sich dabei oft gegenseitig unterstützen.

Katzen  unterstützen  sich gegenseitig bei der Fellpflege

Katzen sollten unbedingt mindestens zu Zweit gehalten werden. Oft helfen sie sich dann auch gegenseitig bei der Fellpflege.

Weitere Erkrankungen, die oft im Zusammenhang mit einer Fellveränderung stehen

  • Erkrankungen des Immunsystems, zum Beispiel Atopie oder Lupus erythematodes
  • Dysbalancen der Geschlechtshormone, zum Beispiel bei zystischen Veränderungen im Eierstock
  • Nierenerkrankungen, zum Beispiel eine chronische Niereninsuffizienz
  • Lebererkrankungen
  • Infektionskrankheiten, zum Beispiel die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) oder das Feline Leukämie Virus (FelV)
  • Tumoröses Geschehen

Stumpfes Fell bei einer Erkrankung behandeln

Wenn deine Katze über längere Zeit ein struppiges, fettiges Fell oder kahle Stellen aufweist, sich im Verhalten ändert, weniger frisst, abnimmt, matter ist oder einfach unzufrieden wirkt, dann solltest du mit ihr bei einem Tierarzt vorstellig werden. Er weiß im Regelfall, was zu tun ist und kann mit den richtigen Untersuchungen gute Tipps geben, wie man der Katze Gutes tun kann. Manchmal können bei der Therapie nur Medikamente, regelmäßiges Waschen oder auch eine Nahrungsumstellung helfen. Unser Artikel Katze frisst nur Trockenfutter kann Aufschluss über die richtige Ernährung des geliebten Stubentigers geben. 

Tipp: Nahrungsergänzungsmittel

Manchmal können spezielle Nahrungsergänzungsmittel bei der Verbesserung der Fellstruktur helfen. Dazu zählen zum Beispiel *Bierhefe, die den Hautstoffwechsel anregen, Pasten oder *Lachsöl mit enthaltenen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die den Glanz und die Seidigkeit des Fells unterstützen. Auch *Kokosöl kann mit seiner darin enthaltenen Laurinsäure helfen, offene Hautwunden oder Hautekzeme zu verkleinern und Juckreiz zu lindern. Eine ausgewogene Nahrung mit ausreichend Proteinen und Vitaminen ist essentiell für die Gesunderhaltung von Haut und Haar der Katze. Am besten lässt du dich über Nahrungsergänzungsmittel von deinem Tierarzt beraten, um deine Katze bestmöglich zu versorgen.

Empfehlung:

Kokosöl

Nutrani Bio Kokosöl

Wird unter das Futter gemischt.

Empfehlung:

Bierhefe

Ida Plus Bierhefepulver

Wird unter das Futter gemischt.

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Lachsöl

Wolfsbacher Natur Lachsöl

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Was kann man gegen stumpfes Katzenfell tun?

Katzen, bei denen ein Krankheitsgeschehen als Ursache für stumpfes, fettiges Fell ausgeschlossen wurde, bedürfen einer intensiveren Pflege. Insbesondere alte Katzen sollten regelmäßig, bestenfalls täglich, bei ihrer Fellpflege unterstützt werden. Bei fettleibigen Katzen sollte neben einer täglichen Fellpflege zudem darauf geachtet werden, das Gewicht mit einer Nahrungsumstellung und mehr Bewegung in einen Normbereich zurückzuführen. Zur weiteren Unterstützung der Fellpflege kann auch auf Pflegesprays (z.B. *AniForte Fellharmonie Kokos) zurückgegriffen werden.

Katze wird gebürstet

Regelmäßiges Bürsten sollte zur Routine gehören, besonders zur Zeit des Fellwechsels.

Das regelmäßige Bürsten ist besonders wichtig während des Fellwechsels. Es verhindert, dass die Katze zu viele Haare verschluckt. Diese können im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen. Damit die Haare erst gar nicht im Magen-Darm-Trakt landen, solltest du deiner Katze regelmäßig Katzengras zur Verfügung stellen. In unserem Beitrag Katzengras Wirkung - brauchen Katzen Katzengras?erfährst du mehr darüber.

Nach dem Bürsten kann man mit der feuchten Hand oder einem feuchten Waschlappen lose Haare und hartnäckigen Schmutz aus dem Fell entfernen. Du wirst erstaunt sein, wie viele lose Haare sich trotz intensiven Bürstens noch auf deiner Hand wiederfinden. Deshalb führe diesen Schritt konsequent nach jedem Bürsten durch.

Auf Seife solltest du bei der Reinigung und Fellpflege, wenn möglich, verzichten. Sie zerstört die Fettschicht um die Haare, welche die Katze vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen. Regelmäßiges Bürsten fördert außerdem eine enge Bindung zwischen dir und deiner Katze.

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Fazit

Stumpfes Katzenfell kann viele Ursachen haben: Diverse Krankheiten, Stress oder körperliche Einschränkungen. Im Zweifel über die Ursache für struppige Haare, ein fettiges Fellkleid und schuppige Haut ist es das beste, den Tierarzt zu konsultieren. Er kann dich beraten und bei schweren Erkrankungen sofort eingreifen. Es ist sinnvoll, die Katze bei ihrer Fellpflege mit regelmäßigem Bürsten zu unterstützen. So wirst du über lange Zeit eine glückliche und gesunde Katze mit wunderschönem seidig-glänzenden Fell besitzen.

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